Ludwig Steinberg

(11. November 1929 bis 30. Oktorber 1933)

Ludwig SteinbergDer letzte demokratische Polizeipräsident der Weimarer Republik war Ludwig Steinberg. Auch er stammte aus der Gewerkschaftsbewegung und war zuletzt Leiter der politischen Abteilung im Berliner Polizeipräsidium. Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise und dem immer stärker um sich greifenden Nationalsozialismus kam es in Frankfurt ebenso wie in anderen Städten zu schlimmen Demonstrationen und Saalschlachten, die in erster Linie von den Nationalsozialisten und Kommunisten ausgelöst wurden. Ludwig Steinberg musste gleich nach seinem Amtsantritt ein hartes Vorgehen gegen radikale Elemente ankündigen. Dies ging sogar so weit, dass er im März 1930 für den gesamten Ortspolizeibezirk ein Verbot für alle Versammlungen unter freiem Himmel erlassen musste. Er wurde somit zur Zielscheibe für alle Radikalen, insbesondere der Nationalsozialisten. So erschien es auch kaum verwunderlich, dass er nach der so genannten Machtübernahme im Januar 1933 aus dem Amte gejagt wurde.

 

 

 

 

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Quelle:125 Jahre Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Kurt Kraus
KMF